Wissenschaft und Wirtschaft

 

Die Hochschule Nordhausen verbindet die Wissenschaft mit Anliegen aus der Wirtschaft. Daraus entsteht eine effektive angewandte Forschung direkt am Standort Nordhausen. In dieser Woche wurde ein neuer Versuchsstand in Kooperation mit der Firma B&F Metallbautechnik GmbH aus Wildeshausen aufgebaut...

In der Chemie-, Futtermittel- und Lebensmittelindustrie werden feinkörnige und pulverförmige Materialen in Freifall-Förderanlagen mittels Schwerkraft transportiert. Innerhalb dieser Anlagen aber auch durch externen Partikeleintrag kommt es zwangsläufig zu Verunreinigung des Transportgutes. Problematisch sind insbesondere Verunreinigungen mit Eisenpartikeln.

Zur Reinigung des Transportgutes von feinkörnigen Eisenbestandteilen wird meist eine magnetische Separation mit Hilfe von sogenannten Magnetfiltern durchgeführt. Diese müssen aber zur Reinigung aus dem Produktstrom entfernt werden. Deshalb sitzen meist mehrere Magnetfilter hintereinander. Neben dem Risiko einer Nichtfilterung des Produktes sind auch die hohen Investitions- und Betriebskosten zu nennen.

Ziel des Projektes, das von Prof. Dr.-Ing. Thomas Link geleitet wird, ist die Entwicklung eines innovativen Magnetscheiders zur kontinuierlichen Abtrennung von Eisenmetallpartikeln aus Produktströmen in Freifallleitungen. Die Hochschule Nordhausen wird neben der Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Erkenntnisse in der Produktentwicklung auch die Durchführung und Auswertung von Testreihen mit dem von der Firma B+F Metallbautechnik GmbH bereitgestellten Prototypen im Technikumsmaßstab durchführen.

Weiterhin soll das Einsparpotential und die Übertragbarkeit des Konzepts überprüft werden. Parallel zu den experimentellen Untersuchungen wird eine numerische Simulation des Verhaltens des Schüttguts im Magnetseparator durchgeführt. Durch die Verbindung von Experiment und Simulation ist es möglich, nicht nur die Funktionalität des Separators nachzuweisen, sondern gleichzeitig auch das Optimierungspotential der Technik auszuschöpfen und so den Entwicklungsprozess des zweiten Prototyps zielführend und effizient zu gestalten. Der Einsatz beider Verfahren ist aus wissenschaftlicher Sicht hochinteressant, da durch das Experiment ein Validierungsfall für die numerische Simulation geschaffen wird, der für die Weiterentwicklung von Simulationssoftware von Wert ist.

© 19.06.2015, NNZ-Online
Quelle: http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=172186

Foto: Hochschule Nordhausen

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